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Mitmachen bei der Hamburger Praktikumswoche! „Die Apotheke ist für Viele eine Blackbox“

Spannende Berufsfelder kennen lernen? Mit der Hamburger Praktikumswoche unterstützt die Handelskammer Hamburg in Partnerschaft mit der Apothekerkammer Hamburg junge Leute bei der Berufswahl und bietet ihnen die Möglichkeit, „auf die Schnelle“ in unterschiedliche Jobs reinzuschnuppern. Die Apothekerin Annette Lauenstein ist in der Alten Apotheke Volksdorf für den Bereich Ausbildung zuständig und hat sehr gute Erfahrungen mit dem neuen Format gemacht. Ihr Rat an junge Menschen in der beruflichen Orientierung: Mitmachen lohnt sich und gerade Apotheken haben Einiges zu bieten!

Redaktion: Frau Lauenstein, was hat die Alte Apotheke Volksdorf im Sommer 2025 dazu bewogen, an der Hamburger Praktikumswoche teilzunehmen?

Annette Lauenstein: Ohne Nachwuchs geht es nicht. Unsere Apotheke ist daher generell sehr aufgeschlossen gegenüber Aktionen zur Berufsorientierung. Zum Beispiel sind wir auch bei Girls’Day und Boys’Day regelmäßig mit von der Partie. Erfreulicherweise beschäftigen wir derzeit mehrere Auszubildende und möchten das auch zukünftig tun.

Von der Hamburger Praktikumswoche hatte unser Inhaber Karsten Lwowski gehört. Wir haben uns dann im Internet informiert und schnell die Entscheidung getroffen, mitzumachen. Das klang interessant.

Redaktion: Welche Erwartungen hatten Sie vorher – und wurden diese erfüllt?

Annette Lauenstein: Keine überbordenden Erwartungen. Das grundsätzliche Ziel ist immer, die Apothekenberufe bekannter zu machen und natürlich auch speziell für uns Nachwuchs zu gewinnen. Erfreulicherweise fand das Angebot reichlich Resonanz und wir haben nach einem kleinen Auswahlverfahren vier Bewerberinnen und Bewerbern zugesagt. Übrigens handelte es sich dabei nicht ausschließlich um Schüler, auch eine junge Frau mit abgeschlossener kaufmännischer Ausbildung und dem Wunsch nach beruflicher Veränderung war darunter.

Flexibilität ist Trumpf

Redaktion: Anders als der Name „Praktikumswoche“ vielleicht vermuten lässt, ist die Dauer nicht auf fünf Tage am Stück festgelegt. Tatsächlich können die Praktikanten an einem oder zwei Tagen in die Unternehmen kommen. Wie haben Sie dieses kurze und flexible Format erlebt?

Annette Lauenstein: Das war sehr gut. Wir haben die Flexibilität genutzt, indem wir über einen Zeitraum von zwei Wochen jeweils einen Praktikumstag pro Teilnehmer angeboten haben, an dem wir aber dann eine intensive Betreuung sichergestellt haben. Und wenn es so viel Spaß macht, dass jemand länger kommen möchte, lässt sich das auch in die Wege leiten.

Redaktion: Wie lief denn so ein Praktikumstag in Ihrer Apotheke ab?

Annette Lauenstein: Das Ziel war, den Tag sinnvoll zu gestalten und möglichst viel von dem zu zeigen, womit wir uns in der Apotheke beschäftigen. Programmpunkte waren zum Beispiel die Erläuterung der Berufsbilder Apotheker/in, pharmazeutisch-technische/r Assistent/in (PTA) für die Beratung und Rezeptbearbeitung sowie Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA) für Logistik und Verwaltung. Und das Kennenlernen der Labortätigkeiten gehörte auch dazu. Der Tag war gut gefüllt.

Beeindruckt von der Vielfalt

Redaktion: Was hat die Praktikanten besonders überrascht oder interessiert?

Annette Lauenstein: Beeindruckt hat sie, wie vielfältig die Aufgaben in der Apotheke sind. Dass es eben nicht nur den Verkaufsraum gibt, sondern beispielsweise auch viele Labor- und Rezepturtätigkeiten.

Redaktion: Hat sich die Teilnahme „unter dem Strich“ gelohnt?

Annette Lauenstein: Absolut. Solche Aktionen sind eine Investition in die Zukunft. Die Praktikanten hatten sich ja aktiv beworben und waren dementsprechend hochmotiviert. Zwei von ihnen haben am Ende ernsthaftes Interesse an einem Apothekenberuf bekundet.

Chance ergreifen

Redaktion: Was würden Sie Interessierten sagen, die noch unsicher sind, ob sie teilnehmen sollen?

Annette Lauenstein: Nutzt die Gelegenheit! Der Aufwand ist gering, weil es sich nicht gleich um mehrere Wochen, sondern nur um wenige Tage handelt.

Dazu kommt noch, dass die Apotheke, anders als vielleicht eine KFZ-Werkstatt, für Viele eine Blackbox ist. In den Kurzpraktika erfahrt Ihr, wie wichtig wir für die Patienten sind. Die Arbeit in einer Apotheke ist nicht nur attraktiv, sondern auch sinnvoll.

 

So funktioniert die Teilnahme

Bei der Hamburger Praktikumswoche bringt ein smartes Matching-System Angebot und Nachfrage zusammen. Die Interessenten müssen sich auf der Plattform anmelden, ein Profil mit den gewünschten Berufsfeldern anlegen und werden dann automatisch den registrierten Unternehmen vorgeschlagen. Sobald ein Unternehmen annimmt, bekommen die Interessenten eine Benachrichtigung. Apotheken können sich einfach über die Website registrieren und Praktikumsplätze anbieten.

https://www.handelskammer-hamburg.de/aus-und-weiterbildung/berufsorientierung/hamburger-praktikumswoche-n-2-6782280