Welt-Asthma-Tag 2026: Warum Asthma ein wichtiges Thema für die Ausbildung in Apothekenberufen ist
Asthma ist eine weit verbreitete chronische Atemwegserkrankung. Der diesjährige Welt-Asthma-Tag am 5. Mai soll darauf aufmerksam machen und die Bedeutung frühzeitiger Diagnosen, individueller Therapiepläne und einer besseren Aufklärung in den Fokus rücken.
In Deutschland leiden etwa 3,5 Millionen Menschen an Asthma, was diese Erkrankung zu einem häufigen Beratungsthema in Apotheken macht. Die Apotheken unterstützen beim Management der Erkrankung, beraten zu Bedarfsmedikation und Dauertherapie sowie zur Erstellung von Asthma-Aktionsplänen. Dem Thema kommt daher auch bei der Ausbildung für die Apothekenberufe eine große Rolle zu.
Was geschieht bei Asthma bronchiale
Asthma bronchiale ist eine chronische Entzündung der Atemwege, bei der die Bronchien besonders empfindlich reagieren. Man unterscheidet zwischen allergischem und nicht-allergischem Asthma.
Beim allergischen Asthma reagiert der Körper auf bestimmte Umweltstoffe wie Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben oder Schimmelsporen. Auch einige Lebensmittel oder Medikamente können solche Reaktionen auslösen.
Das nicht-allergische Asthma entwickelt sich meist erst im Erwachsenenalter. Häufig sind dabei die Nasennebenhöhlen dauerhaft entzündet.
Während eines Asthmaanfalls verengen sich die Atemwege plötzlich. Typische Beschwerden sind Husten, Atemnot, ein Engegefühl in der Brust sowie pfeifende Atemgeräusche. Gleichzeitig schwellen die Schleimhäute an, bilden vermehrt Schleim, und die Muskulatur der Bronchien zieht sich zusammen, wodurch das Atmen erschwert wird. Bei Reaktionen auf Nahrungsmittel oder Medikamente treten zusätzlich oft Symptome wie Juckreiz im Mund, eine laufende Nase, gereizte Augen oder Nesselsucht auf.
Medikationserklärung
Das Apothekenpersonal muss verschiedene Wirkstoffklassen (Bronchodilatatoren, Kortikosteroide) und deren Wirkmechanismen verstehen, um Patienten beraten zu können. Zum Beispiel wird der Unterschied zwischen Bedarfsmedikation (Reliever, z.B. Salbutamol) zur akuten Linderung und Dauermedikation (Controller, entzündungshemmend) erklärt.
Inhalationsschulungen in der Apotheke
Erfahrungsgemäß wenden viele Patienten ihre Inhaliergeräte falsch an. Die Schulung der korrekten Inhalationstechnik ist also entscheidend für den Therapieerfolg. Apotheken können seit 2022 die „erweiterte Einweisung in die korrekte Arzneimittelanwendung mit Üben der Inhalationstechnik“ als bezahlte Dienstleistung anbieten. Auszubildende lernen daher, Patienten die verschiedenen Inhalationssysteme zu erklären und Anwendungsschritte zu demonstrieren.
Eine solche Schulung dauert in der Regel circa 10–15 Minuten und umfasst:
- Die Erklärung der Funktionsweise des spezifischen Geräts (Dosieraerosol, Pulverinhalator etc.)
- Die Vorführung der korrekten Handhabung mit einem wirkstofffreien Übungsgerät (Dummy)
- Die Beaufsichtigung der Anwendung des Geräts durch die Patienten, um Fehler bei der Atemtechnik oder Koordination direkt zu korrigieren
Bei Folgeterminen wird dann gezielt nach Fehlern gesucht, die sich im Alltag möglicherweise eingeschlichen haben.
Eine sinnvolle Tätigkeit
Wer in der Apotheke arbeitet und Asthmatherapien unterstützt, steigert direkt die Lebensqualität der von der Krankheit Betroffenen.
Falls du mehr über die Karrieremöglichkeiten in der Apotheke erfahren willst, klicke hier.