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Auslandspraktikum in der PKA-Ausbildung: Vier Wochen Aalborg, die Mut machen

Ein Auslandspraktikum während der Ausbildung klingt für viele junge Menschen erst einmal aufregend. Ein anderer Betrieb, eine andere Sprache, neue Kolleginnen und Kollegen, ein anderes Land: Genau diese Mischung macht die Erfahrung wertvoll. Sie zeigt, was man schon kann, wo man noch wächst und wie vielseitig eine Ausbildung sein kann.

Enny-Fee ist 20 Jahre alt und macht ihre Ausbildung zur pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten im Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg. Über ihre Berufsschule BS06 wurde sie auf das Erasmus-Programm aufmerksam. Mit Unterstützung ihrer Ausbilder bewarb sie sich und ging für vier Wochen nach Aalborg in Dänemark. Dort arbeitete sie bei Matas, einem Unternehmen, das sie als Verbindung aus Drogeriegeschäft und Apotheke beschreibt.

Für Enny-Fee wurde das Praktikum zu einer Erfahrung, die fachlich und persönlich viel verändert hat: mehr Sicherheit im Englischen, mehr Selbstvertrauen im Kundenkontakt und ein neuer Blick auf ihren Ausbildungsberuf.

Warum ein Auslandspraktikum während der Ausbildung eine Chance ist

Für junge Menschen in der Ausbildungssuche steht oft die Frage im Mittelpunkt, welche Ausbildung wirklich zu den eigenen Interessen passt. Wer sich für Chemie, Bio oder Berufe im Gesundheitsbereich interessiert, sucht häufig nach einem Weg, der praktisch ist und trotzdem Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Die PKA-Ausbildung kann genau hier ansetzen, weil sie kaufmännische Aufgaben mit einem pharmazeutischen Umfeld verbindet.

Das Auslandspraktikum zeigt zusätzlich, wie viel eine Ausbildung über den normalen Berufsalltag hinaus bieten kann. Enny-Fee wollte die Chance nutzen, weil sie gerne reist und vier Wochen für sie ein guter Zeitraum waren: lang genug, um neue Erfahrungen zu sammeln, aber nicht so lang, dass der Schritt zu groß wirkte.

Vor der Abreise wusste sie nicht genau, was sie erwarten würde. Gerade das machte die Erfahrung besonders. Sie ging offen an das Praktikum heran und bereitete sich nicht bis ins Detail vor. Rückblickend sieht sie diese Offenheit als Vorteil.

Der Weg nach Aalborg: Bewerbung, Unterstützung und erste Unsicherheiten

Auf das Erasmus-Programm wurde Enny-Fee durch ihre Berufsschule BS06 aufmerksam. Die Schule stellte Informationen bereit und vermittelte Kontakte. Die Bewerbung beschreibt sie als gut machbar, auch wenn mehrere Unterlagen ausgefüllt werden mussten. Ihr Ausbildungsbetrieb unterstützte sie ebenfalls, obwohl dort zunächst nicht allen bewusst war, dass ein solches Auslandspraktikum möglich ist.

Vorab gab es ein englischsprachiges Kennenlerngespräch mit Erasmus. Dabei erzählte Enny-Fee von ihren Aufgaben im Betrieb und in der Schule. Auf dieser Grundlage wurde ein passender Praktikumsbetrieb für sie gesucht. Dass sie sich nicht selbst um einen Betrieb in Dänemark kümmern musste, empfand sie als große Erleichterung.

Unsicherheit gab es trotzdem. Vor allem die Wohnsituation war für sie eine Umstellung. In Hamburg lebt sie allein, in Dänemark wohnte sie mit drei anderen jungen Frauen zusammen. Aus dieser anfänglichen Unsicherheit wurde jedoch schnell eine bereichernde Erfahrung.

Arbeiten bei Matas: neue Abläufe und direkter Kundenkontakt

In Aalborg arbeitete Enny-Fee bei Matas. Das Unternehmen beschreibt sie als eine Mischung aus Drogeriegeschäft und Apotheke. Besonders interessant fand sie, dass in Dänemark verschiedene Bereiche stärker miteinander verbunden sind, während in Deutschland vieles getrennter organisiert ist.

Ein Teil ihrer Aufgaben ähnelte dem Arbeitsalltag in Deutschland. Dazu gehörten Warenannahme, Verräumen von Produkten und Lagerorganisation. Neu war für sie der Umgang mit dem Online-Shop. Dort wurden Pakete in einem separaten Lager organisiert und für Kundinnen und Kunden zur Abholung vorbereitet.

Besonders prägend war der direkte Kontakt mit Kundinnen und Kunden. In Deutschland arbeitet Enny-Fee eher im Backoffice. In Dänemark war sie durch das Verräumen der Ware regelmäßig im Verkaufsbereich und wurde direkt angesprochen. Viele Gespräche fanden auf Englisch statt. Häufig ging es um einfache Fragen, etwa wo ein Produkt im Regal zu finden ist. Trotzdem war genau das eine wichtige Erfahrung: Sie merkte, dass sie auch in einer anderen Sprache helfen kann.

Englisch im Arbeitsalltag: Man muss nicht perfekt sein

Eine der größten Umstellungen war für Enny-Fee, bei der Arbeit durchgehend Englisch zu sprechen. Am Anfang war das ungewohnt. Doch schon nach wenigen Tagen wurde sie sicherer.

Geholfen hat vor allem die tägliche Praxis. Neue Situationen, neue Wörter und andere Formulierungen kamen einfach im Gespräch. Wenn ihr ein Begriff fehlte, fand sie Wege, Dinge zu umschreiben. Entscheidend war nicht perfektes Englisch, sondern verständliche Kommunikation.
Diese Erfahrung veränderte auch ihren Blick auf die Sprache. Vor dem Praktikum war es ihr manchmal unangenehm, Englisch zu sprechen, auch wegen ihres Akzents. In Dänemark erlebte sie, dass niemand sie deshalb verunsicherte. Dadurch wurde es leichter, einfach zu sprechen.
Für Auszubildende im Gesundheits- und Apothekenbereich sieht Enny-Fee Englisch als wichtig an. Auch in diesen Berufen kann es Situationen geben, in denen man mit Menschen, Kundinnen, Kunden oder Firmen aus anderen Ländern kommuniziert.

Dänische Arbeitskultur: freundlich, offen und entspannt

Besonders überrascht hat Enny-Fee die Arbeitsweise in Dänemark. Sie beschreibt ihre Kolleginnen und Kollegen als offen, hilfsbereit und harmonisch im Umgang miteinander. Schon am ersten Tag wurde sie freundlich aufgenommen. Man interessierte sich nicht nur dafür, dass sie als Praktikantin mithalf, sondern auch für sie als Person.

Auch die Stimmung bei der Arbeit fiel ihr positiv auf. Sie erlebte den Arbeitsalltag als entspannt und freundlich. Kolleginnen und Kollegen unterstützten sich gegenseitig. Wenn jemand unsicher war, Englisch zu sprechen, halfen andere weiter. Niemand wurde ignoriert, alle wurden einbezogen.

Diese Erfahrung nahm sie auch für ihren weiteren Ausbildungsweg mit. Sie möchte Aufgaben entspannter angehen, Fragen stellen, wenn etwas unklar ist, und sich nicht zurückhalten, nur weil sie Auszubildende ist.

PKA Auslandspraktikum
Persönlich wachsen: Was vier Wochen Ausland verändern können

Das Auslandspraktikum war für Enny-Fee nicht nur beruflich wertvoll. Es hat sie auch persönlich geprägt. Ein anderes Land, eine andere Sprache, neue Menschen und ein neuer Arbeitsplatz machten sie anfangs aufgeregt. Diese Aufregung legte sich aber schnell.
Geholfen hat ihr, ihre Eindrücke mit Freunden und Familie zu teilen. Sie berichtete regelmäßig, schickte Fotos und Videos und machte die neue Umgebung dadurch nach und nach zu ihrem Alltag.

Auch das Zusammenleben mit drei anderen jungen Frauen war wichtig. Gemeinsam erkundeten sie Aalborg, waren mit dem Fahrrad unterwegs, verbrachten Zeit in der Stadt und machten Ausflüge. Besonders in Erinnerung blieb ihr ein Ausflug an den Strand.

Enny-Fee beschreibt, dass sie durch das Praktikum über sich hinausgewachsen ist. Sie wurde offener, ging aktiver auf neue Situationen zu und traute sich mehr zu. Statt sich in den Hintergrund zu stellen, lernte sie, Dinge einfach auszuprobieren.

Ein Moment, der besonders geblieben ist

Ein Erlebnis aus dem Kundenkontakt blieb Enny-Fee besonders in Erinnerung. Sie half einer Kundin längere Zeit dabei, das richtige Produkt zu finden. Die Kundin fragte, wo Enny-Fee herkam, sprach mit ihr auf Englisch und verabschiedete sich am Ende auf Deutsch.

Für Enny-Fee war das ein besonderer Moment. Er zeigte ihr, dass Kommunikation nicht perfekt sein muss, um zu funktionieren. Wichtig ist, dass Menschen sich Mühe geben, aufeinander eingehen und einander verstehen wollen.

Was andere Auszubildende daraus lernen können

Enny-Fee würde anderen Auszubildenden ein Auslandspraktikum klar empfehlen. Ihre wichtigste Botschaft: Man muss nicht perfekt Englisch sprechen und auch nicht von Anfang an besonders selbstsicher sein. Gerade durch die Erfahrung lernt man, offener zu werden und sich mehr zuzutrauen.

Für junge Menschen in der Ausbildungssuche ist dieser Einblick ebenfalls interessant. Eine Ausbildung kann mehr bieten als den normalen Arbeitsalltag im eigenen Betrieb. Sie kann Möglichkeiten eröffnen, neue Länder, andere Arbeitsweisen und die eigenen Fähigkeiten besser kennenzulernen.

Wer sich für Chemie, Bio oder Berufe im Gesundheitsbereich interessiert, bekommt durch die PKA-Ausbildung einen Einblick in ein pharmazeutisches Umfeld. Das Auslandspraktikum zeigt zusätzlich, wie vielseitig dieser Ausbildungsweg sein kann.

Warum Betriebe Auslandspraktika unterstützen sollten

Auch Ausbildungsbetriebe können davon profitieren, wenn Auszubildende internationale Erfahrungen sammeln. Enny-Fee sieht vor allem Vorteile in der Sprache und im Umgang mit Kundinnen und Kunden. Wer gelernt hat, sich auch auf Englisch verständlich auszudrücken, kann Menschen besser unterstützen, die kein Deutsch sprechen.

Gerade im Gesundheits- und Apothekenbereich kann das wichtig sein. Wenn Kundinnen und Kunden sich verstanden fühlen, entsteht Sicherheit. Diese Erfahrung bringen Auszubildende nach einem Auslandspraktikum in ihren Betrieb zurück.

Fazit: Ein Auslandspraktikum kann den Blick auf die Ausbildung verändern

Enny-Fees Erfahrung in Aalborg zeigt, wie viel ein Auslandspraktikum während der Ausbildung bewirken kann. Vier Wochen in einem anderen Land reichen aus, um sicherer zu werden, neue Arbeitsweisen kennenzulernen und den eigenen Beruf aus einer anderen Perspektive zu sehen.
Für junge Menschen in der Ausbildungssuche zeigt ihr Beispiel außerdem: Eine Ausbildung muss nicht eng oder festgelegt sein. Sie kann ein Startpunkt sein, an dem man wächst, Neues ausprobiert und herausfindet, welche Richtung wirklich passt.

Enny-Fee beschreibt ihre vier Wochen in Dänemark als viele Eindrücke, die prägen und an denen man wächst. Genau darin liegt der Wert eines Auslandspraktikums: Es erweitert nicht nur den Lebenslauf, sondern auch den Blick auf die eigenen Möglichkeiten.

Neugierig geworden: Erlebe hier Enny-Fee im Video. 

Vier Wochen Aalborg: Wie ein Auslandspraktikum Enny-Fees Blick auf die PKA-Ausbildung verändert

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