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Impfen in der Apotheke: Gehört das heute zum Beruf Apotheker/in?

Beraten, Medikamente prüfen, Rezepturen herstellen und inzwischen auch impfen: Der Beruf Apotheker/in ist vielseitiger, als viele denken. In vielen Apotheken können sich Erwachsene heute direkt gegen Grippe impfen lassen. Aber dürfen Apothekerinnen und Apotheker einfach so impfen? Welche Ausbildung brauchen sie dafür? Und was bedeutet das für den Berufsalltag?
Wer bei einer Apotheke zuerst an Medikamente und Rezepte denkt, sieht nur einen Teil des Berufs. Apothekerinnen und Apotheker sind Heilberufler und übernehmen Aufgaben in der Arzneimittelversorgung, Beratung und Prävention. Dazu kann heute auch das Impfen gehören.
Gerade wenn Sie überlegen, Pharmazie zu studieren und Apotheker oder Apothekerin zu werden, zeigt das gut, wie sich der Beruf weiterentwickelt.

Dürfen Apothekerinnen und Apotheker impfen?

Ja. Entsprechend qualifizierte Apothekerinnen und Apotheker können in Apotheken unter bestimmten Voraussetzungen Impfungen durchführen. Ein aktuelles Beispiel ist die Grippeimpfung.
Das ist keine Aufgabe, die nebenbei erledigt wird. Apothekerinnen und Apotheker, die Impfungen durchführen, benötigen dafür eine spezielle Schulung und Zertifizierung. Die Impfung findet unter hygienischen Bedingungen und in geeigneten Räumen statt.
Für angehende Apothekerinnen und Apotheker ist das interessant: Der Beruf verbindet naturwissenschaftliches Wissen mit unmittelbarer Arbeit mit Menschen und wachsender Verantwortung in der Gesundheitsversorgung.

Was macht ein Apotheker vor einer Grippeimpfung?

Einfach Spritze aufziehen und los? So funktioniert es nicht.
Vor der Impfung werden wichtige Fragen geklärt. Der Apotheker oder die Apothekerin prüft, ob im konkreten Fall medizinische Gründe gegen die Impfung sprechen. Nach der Impfung wird ein Nachweis ausgestellt und die Impfung in der Regel in den Impfpass eingetragen.
Das zeigt eine Seite des Apothekerberufs, die Ausbildungssuchende vielleicht nicht sofort mit der Apotheke verbinden: medizinische Verantwortung übernehmen, Risiken einschätzen, erklären und Menschen bei Gesundheitsentscheidungen begleiten.

Warum wird gegen Grippe jedes Jahr neu geimpft?

Eine Grippe ist nicht einfach eine stärkere Erkältung. Besonders bei älteren Menschen und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen kann eine Grippe schwere Folgen haben. Die Ständige Impfkommission empfiehlt deshalb bestimmten Risikogruppen eine jährliche Grippeimpfung.
Der Grund für die jährliche Auffrischung: Influenzaviren verändern sich. Deshalb muss der Impfschutz regelmäßig angepasst und erneuert werden. Bis der Körper nach einer Impfung einen entsprechenden Schutz aufgebaut hat, können zudem bis zu zwei Wochen vergehen.
Genau hier wird deutlich, warum pharmazeutisches Fachwissen wichtig ist. Wer Menschen zu Arzneimitteln, Impfungen oder Prävention berät, muss verstehen, was im Körper passiert und welche Empfehlung für welchen Menschen sinnvoll ist.

Lesen Sie auch unseren Beitrag zum Thema „Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz Apotheke“.

Was muss man können, wenn man als Apotheker/in impfen möchte?

Eine Impfung ist ein gutes Beispiel dafür, wie viele Fähigkeiten im Apothekerberuf zusammenkommen.
Sie brauchen fundiertes Wissen über Arzneimittel und Medizin. Sie müssen sehr sorgfältig arbeiten und Hygienevorschriften einhalten. Gleichzeitig müssen Sie Menschen verständlich erklären können, was Sie tun und warum. Und Sie müssen erkennen, wann eine Situation nicht in der Apotheke geklärt werden sollte, sondern ärztliche Abklärung notwendig ist.
Naturwissenschaft und Kommunikation gehören deshalb im Apothekenalltag eng zusammen.

Ist Impfen Bestandteil des Pharmaziestudiums?

Wer Apotheker oder Apothekerin werden möchte, studiert Pharmazie. Das Studium vermittelt unter anderem umfangreiche Kenntnisse aus Chemie, Biologie, Pharmakologie, Arzneimittelherstellung und klinischer Pharmazie.

Für die Durchführung von Impfungen gelten zusätzliche Qualifikationsanforderungen. Apothekerinnen und Apotheker, die entsprechende Impfungen in der Apotheke anbieten, müssen dafür speziell geschult sein. Das Lernen endet im Apothekerberuf also nicht mit dem Studium. Fort- und Weiterbildung gehören dazu, weil sich Arzneimittel, Therapien und die Aufgaben der Apotheken ständig weiterentwickeln.

Wie sieht Impfen im Apothekenalltag aus?

Vor Ort geht es dabei nicht nur um den eigentlichen Pieks. Beratung, medizinische Einschätzung, Hygiene und Dokumentation gehören ebenfalls dazu.
Für den Beruf bedeutet das: Apothekerinnen und Apotheker arbeiten sehr nah am Menschen. Sie müssen Fachwissen nicht nur besitzen, sondern in konkreten Situationen anwenden können.

Apotheker/in werden: Passt der Beruf zu Ihnen?

Der Beruf könnte interessant für Sie sein, wenn Sie Naturwissenschaften spannend finden, gerne genau arbeiten und gleichzeitig nicht den ganzen Tag allein im Labor verbringen möchten.
Denn in der Apotheke treffen zwei Welten aufeinander: Naturwissenschaft und Menschen.
An einem Tag geht es vielleicht um Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln, am nächsten um eine individuell hergestellte Rezeptur und zwischendurch um die Frage eines Patienten, ob eine Grippeimpfung für ihn infrage kommt. Genau diese Mischung macht den Beruf vielseitig.

Häufige Fragen zum Impfen in der Apotheke

Können Apothekerinnen und Apotheker Grippeimpfungen durchführen?

Ja. Entsprechend qualifizierte Apothekerinnen und Apotheker können Grippeimpfungen in der Apotheke anbieten.

Brauchen Apotheker dafür eine besondere Ausbildung?

Für die Durchführung von Impfungen ist eine spezielle Schulung beziehungsweise Qualifikation erforderlich.

Wo wird in der Apotheke geimpft?

Die Impfung findet in einem dafür geeigneten Raum unter entsprechenden hygienischen Bedingungen statt.

Was macht ein Apotheker bei einer Impfung außer dem eigentlichen Impfen?

Vorher werden relevante gesundheitliche Fragen geklärt und mögliche Gründe gegen eine Impfung geprüft. Anschließend wird die Impfung dokumentiert.

Mehr als Medikamente abgeben

Impfen zeigt besonders anschaulich, wie sich der Beruf Apotheker/in verändert. Es geht längst nicht nur darum, ein Medikament über den Handverkaufstisch zu reichen.
Apothekerinnen und Apotheker beraten, prüfen, stellen Arzneimittel her, erkennen Risiken, unterstützen bei der Prävention und können nach entsprechender Qualifikation auch impfen.
Sie suchen einen Beruf mit Naturwissenschaft, Verantwortung und direktem Kontakt zu Menschen? Dann lohnt sich ein genauerer Blick auf das Pharmaziestudium und den Beruf Apotheker/in.

Weitere Infos zur Berufswelt Apotheke finden Sie hier: https://www.die-apotheken.de/